Geblieben ist die Rolle als (verhältnismäßig) preisgünstiges Einstiegsmodell, allerdings auf der Plattform des größeren Yaris und Yaris Cross. Mit dieser Plattform wachsen auch die Abmessungen und Preise: Der natürlich weiterhin kleine Aygo X ist im Vergleich zum Vorgänger spürbar länger (+ 25 cm), breiter (+ 13 cm) und höher (+ 8 cm). Preislich liegt er jetzt zwischen 15.000 und ca. 23.500 Euro, also in die Nähe des jahrzehntelangen Klassen-Bestsellers Fiat 500. Im Gegensatz zum Italiener aber bemüht man sich beim Design nicht um die Nähe zu einem der ebenfalls durchaus erfolgreichen Vorgänger, sondern definiert es komplett neu. Eine der wenigen Gemeinsamkeiten ist das elektrisch zu bedienende Stoffdach der Topversion „Air Explore“, das Design selbst ist modern, eigenständig und stellt eine echte Herausforderung an die Konkurrenz dar.
Intern hat man sich allerdings alle Mühe gegeben, den Aygo X vom Yaris Cross abzuheben. Er ist satte 48 Zentimeter kürzer, bietet aber bei gleicher Breite zumindest dieselbe Ellenbogen und Schulterfreiheit zwischen Fahrer und Beifahrer, auch größere Zeitgenossen finden eine vernünftige Sitzposition. Sogar mit einer dickeren Jacke ist es kein Problem, nebeneinander Platz zu nehmen. Dazu macht die etwas erhöhte Sitzposition das Entern des Innenraums angenehm. Im Fond geht es eher enger zu, die gebotene Bein- und Kopffreiheit ist eher für Kurzstrecken gedacht. Auch der Zustieg in den Fond ist nur durch eine winzige Lücke möglich, aber es gibt zumindest Türen. Hier können Kinder ohne lästiges Schlichten aus- und einsteigen, auch zusätzliches Gepäck oder einfach nur die Jacke sind schnell verstaut und wieder hervorgeholt. Dass es dazu auch ganz normale anstatt irgendwelcher Fingernägel-mordenden Schlitzen oder ähnlichem Design-Schnickschnack Türgriffe gibt, freut nicht nur die Pragmatiker unter uns.
Das Kofferraumvolumen ist nun auf 231 Liter gewachsen, deren 829 Liter sind es bei umgeklappter Rücksitzbank. Störend ist die hohe Ladekante, das Gepäck muss regelrecht in einer Kuhle ruhen. Praktisch ist auch die 50:50-Teilung der hinteren Sitze. Dass die Rückseite der Fondsitze keinen Stoffbezug hat und aus Blech ist, ist nicht eben schön und praktisch, ebenso wirkt die extrem filigrane Laderaumabdeckung ausgesprochen billig und wird wohl nicht lange leben.
Bei der Motorisierung ist die Auswahl eher nicht berauschend, Toyota bietet nur den bodenständigen 1,0-Liter-Dreizylinder mit 72 PS und 93 Newtonmeter Maximaldrehmoment, wahlweise mit 5-Gang Schaltgetriebe oder mit einer Automatik. Bei den Sicherheitssystemen kombiniert Toyota Safety Sense eine monokulare Frontkamera mit einem Millimeterwellen-Radarsystem. Das Pre-Crash Safety System erkennt Fußgänger bei Tag und bei Nacht sowie Radfahrer bei Tag. Zudem sind ein adaptiver Tempomat, ein Spurhalte-Assistent und ein Notfall-Lenkassistent verfügbar.
Im Fahrbetrieb macht der Drilling einen recht guten Eindruck, das stufenlose CVT Getriebe passt recht gut in der Stadt, Überland und bei hohen Drehzahlen wird es aber eher laut im Inneren. Das hat nicht nur mit den Lebensäußerungen des Triebwerkes zu tun, sondern auch mit der Tatsache, dass das Stoffverdeck natürlich keine optimale Dämpfung zum Innenraum zulässt. Sonst ist man durchaus ansprechend motorisiert, der Ampelstart geht flott von der Hand und das Fahrwerk ist recht gut abgestimmt. Dazu kommt das verhältnismäßig geringe Gewicht von 940 bis 1.015 Kilo, das sich in schnellen Wechselkurven durchaus positiv auswirkt. Es macht wirklich Spaß, den Kleinen um die Ecke zu zirkeln, nur die Bremsen könnten etwas präziser auf den Druck aufs Pedal reagieren. In der Stadt und der Tiefgarage ist der kleine Wendekreisradius von 4,7 Metern ein echter Hit, auch die leicht erhöhte Sitzposition und die insgesamt gute Übersicht helfen. Noch ein Wort zum Verbrauch: der Hersteller gibt einen Normverbrauch von 4,1 Litern pro 100 Kilometer an und bewegt sich damit im klassenüblichen Durchschnitt. Wir fuhren den Kleinwagen mit knapp unter 5 Litern. Bei schneller Autobahnfahrt sind eher 6 Liter realistisch.
Fazit:
Der kleine Toyota ist einer der letzten Verbrenner im A-Segment. Er bietet ein außergewöhnliches Design, gute Raumausnützung, hohe Wendigkeit in der Stadt und gute Verarbeitung. Zum Schluss noch ein Wort zum Preis. Den Aygo X gibt es als „Base“ bereits ab 14.340 Euro, die Ausstattung ist aber überschaubar. Konnektivität ist ab etwa 16.000 Euro erhältlich in der von uns getesteten Topausstattung sind 22.680 Euro fällig. Das ist zwar kein Schnäppchen, aber auch nicht überteuert. Es gibt auch keine Aufpreisliste, sieht man einmal vom Soundsystem und der Lackierung ab.
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KFZ Steuer im Jahr 2025: | 432,00 Euro |
Motorbezogene Steuer (Benzin) | 20,00 € |
CO2 Steueranteil (Benzin) | 268,40 € |
KFZ Steuer | 288,40 € |
Getriebe | 1 Gang Automatik |
Motor | 3 Zylinder Benzin |
Beschleunigung 0-100km/h | 14.8 Sekunden |
Höchstgeschwindigkeit | 190 km/h |
Leistung Verbrennungsmotor | 88 kW |
Drehmoment | 151 Nm |
Hubraum | 998 cm3 |
CO2 | 122 g/km |
Gewicht | 1.015 kg |
Länge | 3.700 mm |
Breite | 1.740 mm |
Verbrauch | 4.1 Liter/100km |
Tankinhalt | 36 Liter |
Reichweite ohne Rekuperation | 878 km |
Treibstoff | Benzin |
Euronorm | Euro 6 |
Kommentar | Toyota Aygo X „Air Explore“ |
Der Wagen befindet sich in der Energieeffizienzklasse D. Das bedeutet, dass das Auto durchschnittlich zwischen 9,99% und 1% weniger CO2 ausstößt als ein vergleichbarer Wagen mit 1015kg . Für die Berchnung ist nur das Gewicht des Wagens, nicht aber die Leistung (kW/PS) relevant. Dieser Wert sagt nichts über den Verbrauch (Liter/100km oder kwh/100km) des Wagens aus. Der Wert zeigt nur, dass der Wagen im Vergleich zu einem Wagen mit identischen Gewicht mehr oder weniger Treibstoff benötigt.
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