Natürlich ist der Elektro Mustang kein hochgestellter Geländekletterer, sondern ein eher geduckter SUV, aber doch ein SUV: Damit ist er in guter Gesellschaft, denn SUV Coupes gibt es seit dem BMW X 6 wie den sprichwörtlichen Sand am Meer, mittlerweile auch von durchaus renommierten Sportwagenherstellern.
Bei Ford hat man es verstanden, diverse Elemente des Ur-Mustang einfließen zu lassen, wie etwa die typisch gewölbte Fronthaube und das Heck mit den dreiteiligen Rückleuchten. Auch die nach hinten abfallende Seitenlinie passt gut zum Gesamteindruck, der Mustang wirkt auch hier sportlich, ohne allzu dick aufzutragen. Speziell sind die Türgriffe, oder das was noch davon übrig ist und der geschlossenen Kühlergrill mit dem galoppierenden Pferd. Ein Crossover der sportlichen Art eben, aber dazu noch voll familientauglich.
Mit 10 Lautsprechern und den schon von den anderen Mustang E Versionen bekannten großen Touchscreen in der Mitte. Das Display überzeugt mit einer hochauflösenden Grafik und spiegelarmen Oberfläche. Praktisch sind die stets sichtbaren Touchfelder für die Steuerung der Klimatisierung, allerdings ist dieses Bedienfeld weit unten angebracht, die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen dadurch eher groß. Bekannt auch die restliche Bedienung, anfangs nicht leicht zu durchschauen, aber nach einiger Eingewöhnung und dem Konfigurieren des eigenen Profils, recht zackig zu bedienen. So können die wichtigsten Funktionen schnell erreicht werden und bei einem Fahrwechsel wird auch das Menü nach den Vorlieben des jeweiligen Piloten mitgewechselt- vorausgesetzt er hat es eingerichtet. Aber es gibt ja auch das Gast- Menü, einfach na ja.. Wichtiger ist vielleicht noch, dass das Smart Phone via Apple CarPlay oder Android Auto kabellos integriert werden kann und bei Bedarf induktiv geladen wird.
Nun zur Leistung und den daraus ergebenden Fahreindrücken. Die GT-Version hat je einen E-Motor an Vorder- und Hinterachse, der Allradantrieb kommt auf 272 PS Dauerleistung und 487 PS Spitzenleistung im kurzzeitigen Overboost. Bei der Beschleunigung werden bis zu 860 Newtonmeter mobilisiert. Verbaut ist im starken GT natürlich der große Akku mit 99 kWh brutto beziehungsweise 88 kWh netto.
Im Fahrbetrieb bedeutet dieses Paket eine regelrecht watschenartige Beschleunigung, die die Passagiere fast hilflos ins Gestühl drückt. 3,7 Sekunden vergehen beim Spurt auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h limitiert. Vor allem wenn man bei niedrigem Tempo oder vom Start weg voll aufs Pedal steigt, ist es fast wie von einem Katapult beschleunigt. Wer einen flauen Magen hat, der sollte diese Spielchen tunlichst unterlassen, das Interieur ist einfach zu schön, um auf diese Weise verunreinigt zu werden. Schnelle Wechselkurven sind ebenfalls ein Erlebnis, das eher hart abgestimmte Fahrwerk kennt nur wenig Seitenneigung der Karosse, im Grenzbereich will das Heck nach außen, ist aber dank einer sehr direkten Lenkung gut in den Griff zu kriegen.
Ein „echter“ Sportler ist der Mach-E GT trotzdem nicht, dazu ist er mit 2,3 Tonnen zu schwer und doch auch zu sehr auf den Betrieb als Auto für längere Strecken mit Familie ausgelegt- aber mit Spaßfaktor beim schnellen und sicheren Überholen oder die nächsten zwei Kurven.
Bei der Reichweite gibt der Hersteller 400 bis 450 Kilometer Reichweite nach WLTP an, die kann mit etwas Zurückhaltung am Gaspedal bei überwiegender Stadtfahrt durchaus auch erreicht werden. Wir kamen bei winterlichen Temperaturen und gemischten Betrieb (Stadt, Landstraße, Autobahn) auf etwa 370 Kilometer, allerdings mit weniger Zurückhaltung zum Beispiel beim Überholen. Das ist unserer Meinung nach recht gut, wer mehr Reichweite braucht, der kann auf den „normalen“ GT zurückgreifen, der schafft etwa 500 Kilometer- aber mi weniger Spaßfaktor.
Zu guter Letzt noch ein Wort zum Preis. Mit 85.500 Euro ist der Mach-E GT sicherlich kein Schnäppchen, aber die gute Ausstattung und damit kurze Aufpreisliste stehen auf der Habenseite. Unser Tester zum Beispiel hatte nur mehr ein Panoramadach und die „Grabber Blue Metallic“ Lackierung on Top und kommt damit auf 88.300 Euro.
Fazit
Der Ford Mustang ist ein voll familientauglicher SUV mit sportlichen Einlagen die von der GT Version nochmals getoppt werden. Wer Beschleunigung wie bei einem Superbike liebt und trotzdem jeden Tag gemütlich die Kinder zur Schule bringen will, dazu auch mal ins Wochenende oder auf Urlaub düsen, für den ist der Mustang Doppel GT eine gute Wahl.. Unterhaltung der Passagiere und Fahrspaß für den Piloten sind garantiert…
Der Wagen befindet sich in der Energieeffizienzklasse A+. Das bedeutet, dass das Auto durchschnittlich weniger als 37% CO2 ausstößt als ein vergleichbarer Wagen mit 2348kg . Für die Berchnung ist nur das Gewicht des Wagens, nicht aber die Leistung (kW/PS) relevant. Dieser Wert sagt nichts über den Verbrauch (Liter/100km oder kwh/100km) des Wagens aus. Der Wert zeigt nur, dass der Wagen im Vergleich zu einem Wagen mit identischen Gewicht mehr oder weniger Treibstoff benötigt. |
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