DSC03200Die Altstadt von Salzburg ist angenehm klein und gut überschaubar – perfekt geeignet für einen Tagesausflug. Wer es bis zum ersten Besuch in Salzburg nicht gewusst hat erfährt es spätestens hier. Ja, richtig – Mozart wurde in Salzburg geboren. Das steht auch jedem zweiten Haus.

Wenn man durch die Altstadt schlendert, dann darf man vor allem zwei Dinge nicht verpassen – den Dom am Residenzplatz und die Festung. Wir haben uns für eine Route durch die Innenstadt und über den Mönchsberg entschieden. Vom Mönchsberg aus hat man einen perfekten Blick über Salzburg. Am besten beginnt man mit dem Salzburger Dom, dann die Festung und danach über den Mönchsberg über die Altstadt wieder zurück zum Ausgangspunkt. 

 

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Große Karte: Salzburg

 

Von außen ist Salzburger Dom im Vergleich zum Wiener Stephansdom sehr unscheinbar. Dafür ist er innen umso spektakulärer. Die Geschichte des 774 vollendeten Doms ist wahrlich imposant. Unter anderem wurde im Dom Mozart getauft. Interessant ist auch, dass der Baumeister des Doms angeblich Selbstmord beging, weil die Kuppel nicht symmetrisch war und man ihm das nach dem Bau vorgeworfen hatte. Diese Geschichte wird zumindest von den Salzburgern erzählt. Aufgrund seiner Geschichte und dem beeindruckenden Innenleben ist es kein Wunder, dass der Dom zum UNESCO Welterbe zählt.

 

Wenn man in Richtung Festung geht, dann gibt es zwei Optionen um in die Festung zu gelangen. Entweder man wählt den Fußweg, der problemlos zu bewältigen ist. Da die Straße zur Festung relativ steil ist empfielt sich für Personen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer oder mit Kinderwagen den Weg mit der Bahn zu bewältigen. Die Festung ist für Personen, die nicht in Salzburg wohnen, eintrittspflichtig. In den Innenanlagen gibt es ein breites Angebot von Führungen, Ausstellungen und Lokalen. Die Führungen und Ausstellungen sind im Preis inkludiert.

Nach dem Rundgang empfehle ich einen kurzen Spaziergang über den Mönchsberg (alles sehr flach) bis zum Museum der Moderne. Von dort kann man den Lift nehmen und dann direkt über den Getreidemarkt durch die Altstadt flanieren.

 

 

Am Residenzplatz stehen die Kutschen. Eine Rundfahrt kostet ca. 50 Euro. Eine Fahrt mit der Kutsche fühlt sich wie eine Fahrt auf einem Sofa mit Rändern an, ist aber sehr kurz. Wenn man eine Fiaker Rundfahrt machen will, dann sollte man dies lieber in Wien machen.

Hallein – Das Salzbergwergwerk

Wenn man schon in Salzburg ist, dann kann man auch gleich das Salzbergwerk in Hallein besichtigen. Dieses Bergwergwerk macht seinem Namen alle Ehre. Die Preise für den Eintritt sind gesalzen. Das gleiche gilt für das Speisesalz im Shop. Zu Beginn muss man die Eintrittskarte für die Führung kaufen. Hier haben wir schon den ersten Anfängerfehler gemacht. Wir hätten die Karten gleich online oder über das Handy bestellen sollen, da jede Karte einer bestimmten Führung zugewiesen ist. Als wir die Karten um 14:00 gekauft hatten mussten wir feststellen, dass unsere Führung erst um 16:00 stattfinden wird.

Sobald man in die heiligen Hallen des Salzbergwerkes vorgelassen wird, wird man zuerst neu eingekleidet. Die Schutzkleidung ist nicht wirklich notwendig aber trotzdem gut. Man wird von einer kleinen Lokomotive ca. 1 km weit in den Stollen gefahren. Die Besucher sitzen auf kleinen länglichen Bänken hintereinander. Im Berg ist es erstaunlich kalt. Man hat den Eindruck, dass man in einen riesigen MR Apparat hineingeschoben wird. Die Führungen selbst sind mehrsprachig. Unter anderem erfährt man, dass sich die Decke jedes Jahr um 2cm senkt und die Stollen ständig erhalten werden müssen. Aufgrund der teilweise geringen Höhe der Decken haben Hypochonder wie ich sofort den Eindruck, dass die Decke langsam aber sicher in Richtung Boden wächst und man in den nächsten Minuten zerquetscht wird. Bei dieser Gelegenheit konnte ich feststellen, dass das gesamte Gestein mit Salzadern durchzogen ist. Im Laufe der Führung überquert man unterirdisch die deutsche Grenze in Richtung Bayern, fährt auf einem Floß über einen Salzsee und rutscht zweimal mit einer Bergmannsrutsche einen Tunnel hinunter bevor man durch ein Labyrinth von Gängen wieder zurück zum Ausgangspunkt geführt wird. Zwischen durch werden immer wieder kurze Filme vorgeführt. Wenn man wieder draußen ist dankt man Gott dafür, dass man nicht unter 5000 Tonnen Gestein begraben ist. In Summe ein nettes Erlebnis. Für Rollstuhlfahrer, gehbehinderte Personen oder Kinderwägen ist die Führung nicht geeignet und auch nicht zugelassen.