Daß Aprilia in den Hard-Enduro Sektor einsteigen will, ist eigentlich schon seit längerem ein offenes Geheimnis. Zum einen ist Firmeninhaber Ivano Beggio ein bekennender Moto Cross Fan, zum andern zeigt doch KTM, wie man in diesem Segment mit konsequenter Modellpolitik ordentlich Kohle machen kann.

Interessant ist aber die Tatsache, daß die stollenbewehrten Neuheiten nicht unter dem eigenen Markennamen sondern unter dem Laverda-Logo vermarktet werden sollen. Die Namensrechte auf Laverda wurde vor etwa 2 Jahren von Aprilia erworben, bisher wurde nur ein Fernost-Roller unter diesem Brand verkauft. Laut Insiderinformationen wird ein erstes Modell noch heuer auf der Intermot stehen, unklar ist aber ob der Motor auch diesmal wieder von Rotax kommen wird. Die Oberösterreicher entwickeln zwar derzeit einen leistungsstarken Single für diesen Einsatzzweck, doch überlegt man in Noale auch Alternativen. Sie könnten etwa von Suzuki kommen, wo der Motor aus der DR 400 durchaus brauchbar wäre, aber auch Husquarna Triebwerke wären durchaus möglich. Laverda hat Ende der 80er erst einmal eine Enduro gebaut, die OR 600 Atlas. Es handelte sich dabei um einen Reihen Zweizylinder, dessen Motor (wie auch der der letzten Laverdas) von einem Halbliter- Twin aus den 70ern stammte und dem nicht gerade ein durchschlagender Erfolg beschieden war.  

Die Laverda-Fans, die auf einen Dreizylinder für die Straße hoffen, werden wohl noch länger warten müssen. Bei Aprilia plant man zwar schon im nächsten Jahr, einen Dreizylinder zu bringen, der ein Ableger des GP Motorrades sein wird, doch dieses Motorrad wird sicher Aprilia getauft werden.