bmw motorradBMW Motorräder erfreuen sich seit Jahrzehnten größter Beliebtheit. Grund genug, die Palette gehörig auszuweiten.

Der österreichische Motorradmarkt hat sich nach etwa acht mageren Jahren 2016 etwas erholt. Erstmals wurden wieder mehr Bikes über 500 cm³ verkauft als in den Jahren zuvor, die Steigerung zum Vorjahr beträgt immerhin acht Prozent. Das freut natürlich vor allem Hersteller, deren Programm faktisch nur aus diesen Modellen besteht, allen voran BMW. Die Bayern sind hierzulande seit nunmehr sieben Jahren Marktführer und konnten mit einem Marktanteil von 17% ihren Vorsprung auf den nächsten Mitbewerber um satte 49% vergrößern. Auch international läuft es gut, mit einer Gesamtproduktion von 147.000 Bikes ist man einer der Big Player in Europa. Grund genug, die Palette gehörig auszuweiten und die bestehenden Modelle gründlich zu überarbeiten. War man früher vor allem am Touren- Sektor tätig, so gibt es heute kaum mehr eine Sparte, in der BMW Bikes nicht zu finden sind. So wurde zum Beispiel der Elektro Roller C Evolution um ein Modell mit nicht nur mehr Leistung, (jetzt auch 29 PS), sondern auch mit mehr Reichweite (100 Kilometer) ergänzt. Das trifft sich gut, denn ab heuer gibt es eine staatliche Förderung von 375 Euro für Elektro-Zweiräder.

Ein neues Segment für BMW ist die Klasse unter 500cm³. Gleich mit zwei Modellen, einer Straßenversion und einer Enduro, will man hier punkten. Die 310cm³ großen Einzylinder werden in Indien von Partner TVS gebaut und sollen hierzulande vor allem jüngere Fahrer zur Marke bringen. Natürlich hofft man auch auf den rasant wachsenden asiatischen Markt, alleine in Indien werden pro Jahr etwa zwölf Millionen motorisierte Zweiräder verkauft. Einen massiven Ausbau erfuhr auch die Heritage Palette rund um das Modell Nine T. Neben der Basisversion gibt es jetzt einen Cafe Racer, einen Scrambler, eine an die UR-GS erinnernde GS Version sowie eine „Pur“ genannte Version, die vor allem für das Customizing gedacht ist. Auch hierfür liefern die Bayern derzeit ca. 80 Teile für die Individualisierung, an einem zügigen Ausbau des Angebotes wird gearbeitet. Daneben hat man auch das Sportsegment nicht vergessen, die S 1000 RR und die Racing Version HP 4 Race wurden gründlich überarbeitet bzw komplett neu entwickelt. Auch die sechzylindrigen Tourer K 1600 GT und GTL erfuhren eine Modellpflege. Komplett neu ist die K1600 B, ein sogenannter Bagger nach dem Vorbild der derzeit angesagten Custom Bikes aus den USA. Leider hat man auf das Bagger-typische große Vorderrad derzeit verzichtet, die dazu notwendigen Veränderungen am Fahrwerk wären viel zu teuer, sagen die Entwickler.

Man ist also auf einem guten Weg und es spricht derzeit nichts dagegen, dass es so weiter gehen könnte…..