PeugeotPeugeot lud nach Frankreich, zum ursprünglichen Sitz der Firma. Die NÖN war dabei

Peugeot hat eine sehr interessante Firmenhistorie. 1810 als Ölmühle gegründet, standen fast die ersten 100 Jahre ganz andere Produkte im Programm, die zuweilen auch heute noch produziert werden. Einer der ältesten Standorte ist Herimoncourt, ganz in der Nähe des ursprünglichen Gründungsstandortes. Die Fabrik wurde 1833 gegründet, man produzierte Werkzeuge; später auch Kaffeemühlen. Um 1900 arbeiteten hier über 1.000 Leute und produzierten 750.000 Kaffeemühlen und 800.000 Fahrradgabeln. Ab 1963 wurden hier Motoren und Getriebe gefertigt. Heute befindet sich hier das Archiv der Firma, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Unterlagen aus der über 200 Jährigen Geschichte zu sammeln und zu archivieren. Fast 16 Kilometer Papier befinden sich hier, unter anderem die Gründungsurkunde von 1810 und die kompletten Unterlagen der uralten Autofirma Panhard und Levassor, die von Citroen 1963 gekauft wurde. Im Komplex befindet sich auch die sogenannte La Reserve. Hier sind die Fahrzeuge gestapelt, die noch nicht im Museum in Sochaux ganz in der Nähe stehen, oft auch unrestauriert. 400 Fahrzeuge umfasst diese Sammlung, teilweise rare Einzelstücke und Prototypen.

Nach einem deftigen Mittagessen geht es weiter zum Fort St. Antoine, einer Käserei, die sich in einer alten Befestigung aus Napoleons Zeiten befindet. Unsere Fahrzeuge sind Peugeot Youngtimer, wie etwa ein 504 Coupe mit dem berühmten drei Liter Sechszylinder oder dem legendären 205 GTI. So manch einer der jüngeren Kollegen hat auch etwas Probleme mit der Lenkradschaltung des 304, alle sind aber begeistert vom Cabrio. Im fort angekommen, staunen wir nicht schlecht. Etwa 150.000 Käselaibe a 40 Kilogramm sind hier gelagert um zu reifen. Für jede dieser Laibe werden 400 Liter Milch benötigt, jetzt wird uns klar, warum so viele Kühe auf den Weiden links und rechts der malerischen Landsträßchen weiden. Auf diesen geht es weiter zu einem kleinen, aber feinen Hotel, wo wir eine ruhige Nacht verbringen.

 

 

Am nächsten Morgen geht es weiter zu Fabrik in Quingey. Hier werden die berühmten Pfeffermühlen und andere Tischaccessoires hergestellt. Seit 1842 gibt es diese Mühlen und mit ihrem patentierten Mahlwerk, dessen Klingen sich selbst schärfen, sind sie bis heute noch ein Verkaufsschlager. Über zwei Millionen dieser Mühlen werden heute noch erzeugt und auch verkauft. Das absolute Highlight aber ist das Peugeot Museum in Sochaux, einem ebenfalls alten Peugeot Standort. Hier ist eine relativ komplette Sammlung nicht nur von Autos, sondern auch von Kaffee- und Pfeffermühlen, Werkzeugen, Fahrrädern, Motorrädern und diversen Sportautos zu sehen. Derzeit läuft eine Sonderausstellung über den legendären 405, der bis heute noch i m Iran produziert wird. Wir jedenfalls nehmen mit Wehmut Abschied und hoffen, bald wiederzukommen…..