Mercedes hat die E- Klasse überarbeitet und mit einem Feuerwerk an Sicherheits- Features versehen

MercE04Eigentlich sind die Verkaufszahlen von Mercedes nicht so schlecht, doch die Cash Cow E- Klasse hinkte am Heimmarkt in der letzten Zeit vor allem der innerdeutschen Konkurrenz hinterher. Vor allem an der Optik störten sich viele potentielle Kunden, sie wirkte nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem ging man beim umfassenden Facelifting sehr behutsam vor, um den traditionell eingestellten Kundenkreis nicht zu vergrämen.

Das Ergebnis sind neue Leuchten, weniger Kanten und Ecken und ein wesentlich gefälligeres Heck. Im Innenraum hielt man weitgehend an Bewährtem fest, es gibt nur drei Rundinstrumente und eine gefällige Analoguhr. Geblieben ist die gute Materialqualität und die hochwertige Anmutung. Lieferbar ist natürlich auch der „T“ genannte Kombi, der immerhin hierzulande 42 % des Gesamtvolumens ausmacht.

MercE01Aufgerüstet wurde vor allem im sicherheitstechnischen Bereich. Etwa eine Stereo Kamera in der Windschutzscheibe, die ähnlich dem Menschen, räumliches Sehen ermöglicht. Mit ihr können nicht nur Verkehrszeichen, sondern entgegenkommende, querende, vorrausfahrende Fahrzeuge erkannt und eingeordnet werden. Das liefert Daten etwa für einen Bremsassistenten, der nicht nur bei Querverkehr die Bremsung des Fahrers unterstützt, sondern auch komplett von sich aus bis zum Stillstand, etwa vor einem Fußgänger, einleitet. Daneben gibt es auch Warnungen etwa bei Einfahrtverbot (Geisterfahrer) und vieles mehr, das schon fast zur Entmündigung des Fahrers führt.

Motorisch bewegt sich die E- Klasse zwischen 136 und 252 PS beim Diesel, hier ist auch eine Hybrid Version mit 204 PS und 27 PS Elektromotor erhältlich. Daneben sind fünf Benzinmotoren verfügbar, sie leisten von 184 bis 408 PS. Wer noch mehr Leistung benötigt, der wird bei der sportiven Tochter AMG bedient. E 63 AMG schüttelt aus einem 5,5 Liter Biturbo Aggregat 557 Pferde, die S Version deren 585 bei 800 Nm Drehmoment. MercE05Damit mutiert die  E- Klasse endgültig zum Sportgerät, mit einer phänomenalen Lenkpräzision und einem nicht zu hartem Fahrwerk, das sich sehen lassen kann. Erstmals sin hier auch Allrad getriebene Versionen lieferbar. Interessant ist in diesem Zusammenhang das sogenannte Business Paket, das den Heckdiffusor etwas dezenter aussehen lässt, weniger Auspuffrohre zur Schau trägt und auch die Beschriftungen an den Seitenflanken weglässt. Understatement pur, aber passend zum Auto. Die neue Paltte ist ab Mitte april verfügbar, die Preise reichen von 43.750 Euro für den E 200 CDI und enden bei 146.700 für das T Modell des E 63 AMG 4 Matic.