Vorstellung kreisverkehrt: HONDA CIVIC TYPE R/SDREH-ORGEL

honda civic kleinDer dreitürige Civic ist für die Sportler unter unsEinerseits: die Zeiten des kompromißlosen Sportgeräts namens Civic Type R sind vorbei. Andererseits: etwas mehr Luxus bei mindestens gleicher Performance kann nicht schaden. Und außerdem: wer es wirklich hart haben will, kann auch jetzt bedient werden.


Doch alles schön säuberlich der Reihe nach. Honda hat mit dem neuen Civic einen Spagat geschafft. Es galt einerseits die alte Kundschaft, die sich auf den technisch zwar tadellosen aber Designmäßig etwas konventionellen Mittelklasse Honda eingeschossen hatte, bei der Stange zu halten, andererseits neue Käufer zu gewinnen. Daß dies mit Bravour gelang, überraschte sogar die Insider und vor allem Honda selbst. Fast doppelt so viele Civics als geplant wurden unters Volk gebracht, der Kundenkreis reicht von 18 bis über 80. Kein Wunder, daß man so schnell als nur möglich danach trachtete, die dreitürigen Versionen nachzuschieben. Der Type R hat bei Honda schon eine lange Tradition, er gilt als beinharter Spoetler für alles die es hardcore wollen. Doch man geht mit der Zweit und die heiß zumindest etwas Luxus. Hier bedeutet dies eine Klimaanlage, (bisher nur gegen Aufpreis) und Musik serienmäßig.

Doch dies sind wohl die einzigen Kompromisse an die Sportlichkeit, die Honda dem „R“ Piloten zugesteht. Schon beim hineingleiten in die recht schmalen Sportsitze merkt man, daß hier eigentlich die Stoppuhr regiert. Der rot unterlegte Drehzahlmesser sitzt genau im Zentrum des Fahrerblickfeldes, die wichtigsten Infos sind in der Mitte eingeblendet. Ein dickes Lenkrad mit gutem Griffgefühl und natürlich die gelochte Alu Pedalerie gehören dazu. Sonst dominiert Kunststoff, wenn auch im Alu Look, er sorgt sicher auch für die nötige Gewichtsersparnis. Zündschlüssel drehen, dann-kommt vorerst nichts. Links wird er Startknopf gefunden, ob er hier notwendig ist sei dahingestellt, aber modisch ist er sicher. Der 2 Liter Triebling faucht schon im Standgas sehr verheißungsvoll und reagiert auf jede noch so kleinbe Bewegung des Gaspedals. Er holt seine 100 PS Literleistung nicht wie die meiste Konkurrenz durch einen Lader, sondern aus der Drehzahl. Irgendwo bei 8.000 Umdrehungen traben die Pferde vollzählig an, erst 500 Rotationen später fährt der Vierzylinder sanft, aber nachdrücklich in den Begrenzer. Der Kniff bei diesem Triebwerk ist eine variable Steuerzeit sowie Ventilhub zusammen mit der Möglichkeit, die Einlaßventile lastabhängig früher oder später zu öffnen. Laut Honda ergibt dies eine lineare Kraftentfaltung über den gesamten Drehzahlbereich bei maximaler Kraft, wenig Verbrauch und geringen Umweltbelastungen. In der Praxis bedeutet dies,. Daß der Motor gedreht werden will, nicht mehr und nicht weniger. Und wenn man nur etwas für sportliche Fahrweise übrig hat, dann dreht man ihn auch. Nur dann macht der „R“ richtig Spaß, zumal das Getriebe gut abgestimmt ist.

Beim Fahrwerk dominiert die gesunde Härte. Um 15 mm tiefer gegenüber dem normalen Civic und mit speziell abgestimmten Dämpfern und Federn läßt einem der Sportler niemals im Unklaren über die Beschaffenheit der Fahrbahn , auch die 18 Zöller mit ihren Niederquerschnittreifen tragen ihren Teil dazu bei. Dafür gibt sich die nochmals versteifte Karosse auch unbeeindruckt in jeder Lebenslage Seitenneigungen sind gänzlich unbekannt auch das Schieben über die Vorderräder kennt der sportliche Civic nicht. Davon konnten wir uns bei einigen (zu wenigen) Runden auf der Rennstrecke von Estoril nahe Lissabon überzeugen, die wir mit der sogenannten Lightwight Version abspulten. Dies ist für die echten Sportnaturen unter uns und als Basis für den Rennsport im Programm und hat durch weglassen der Audio- und Klimaanlage sowie dem Verzicht auf Dämmaterial 40 Kilogramm abgespeckt.

Wer´s nicht so ganz hart mag, für den hat man bei Honda den S Type im Programm. Auch hier dominiert die Sportlichkeit, doch der Bezug zum Leben im Alltag ist wesentlich näher. In Fakten bedeutet dies ein nicht ganz so hartes Fahrwerk, das zwar auch hinten um 20 mm verbreitert wurde und gegenüber dem Fünftürer eher auf der sportlichen Seite liegt, sowie einer Motorisierung mit 140 PS, sowohl als Benziner als auch als Diesel. Vor allem der Selbstzünder weiß zu gefallen, obwohl er am Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten kein Hehl aus seiner Herkunft macht. Drinnen dominieren auch Sitze mit gutem Seitenhalt, aber nicht ganz so auf den Körper geschnitten. I Alltag macht der „S“ Type die bessere Figur, er verlangt dem Fahrer nicht soviel ab wie der ewig fordernde „S“. Wem übrigens die Bespoilerung des „R“ gefällt, der kann auch den „S“ nachrüsten, der freundliche Honda Händler sollte demnächst alles lagernd haben.

Zu guter letzt noch ein Wort zu den Preisen: mit knapp 23 und 25 Tausendern ist der „S“ zwar kein Schnäppchen liegt aber ganz gut in der Range, Interessenten müssen sich allerdings noch bis Juni dieses Jahres gedulden. Der „R“ ist schon ab dem 14. April erhältlich, er soll etwas über 30 Tausender kosten. Der „Light Wight“ ist nur auf Bestellung lieferbar, exakt 27.590 müssen sportbegeisterte auf den Tresen legen. Dann muß nur noch die Rennserie ausgesucht werden.....

  

Preis Auto klein

 

 

             Type S  1,8 i-VTEC 140 PS             € 22.600      
  Type S 2,2 i-CDTi   140 PS € 24.840
  Type R 2,0 I-VTEC 200 PS € 30.270
  Type R “Light Weight”   2,0 I-VTEC 200 PS  € 27.590 

 

 

Serienausstattung Auto klein

Type S
ABS, EBD, VSA, (Fahrdynamikregelung), Front-seiten- Kopfairbags,   Klimaanlage, elektrische Fensterheber, 17 Zoll Alu Felgen

Type R
zusätzlich tiefer gelegtes Fahrwerk, 18 Zoll Alu Felgen 300 Bremsscheiben front, Sportfahrwerk, verstärkte Karosserie