FCX ClarityHonda bietet den EV Ster, den UNI-CUB und allerlei Dinge an, die man im Normalfall nicht kennt. Einigen wenigen Personen wird vielleicht der ASIMO ein Begriff sein, den meisten Lesern bleibt aber wahrscheinlich die Innovationskraft von Honda verborgen.

Honda ist ein Unternehmen das im deutschsprachigen Raum regelmäßig unterschätzt wird. Neben Motorrädern und Autos baut Honda auch Flugzeuge, Schiffsmotoren und Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Honda ist der weltweit größte Motoren Hersteller der Welt, welcher wie Toyota im 2015 ein kommerzielles Wasserstoffauto auf den Markt bringen will.

Wenn sich Unternehmen wie Toyota und Honda entschließen auf Wasserstoff zu setzen, dann ist es durchaus ratsam sich darüber Gedanken zu machen, wie man diesem Vorstoß entgegnen will. Alleine auf Probleme zu verweisen, die beim Wasserstoff auftreten, wie dies VW gerne tut, ist nicht zielführend oder ausreichend. Man kann davon ausgehen, dass die beiden japanischen Topkonzerne die Probleme bereits gelöst haben, wenn sie jetzt ankündigen, dass sie 2015 ihre Modelle anbieten.

Honda fällt immer wieder mit skurrilen Ideen auf, die verdeutlichen, dass der Konzern durchaus auch ungewöhnliche Wege geht. So wurde bereits 2009 das elektrische Einrad, das U3-X vorgestellt. Im Jahr 2000 wurde der ASIMO, einer der fortschrittlichsten humanoiden Roboter der Welt präsentiert, welcher erstaunlich viele Tätigkeiten verrichten kann. Besonders originell ist auch der Walking Assistent, eine Gehilfe für Menschen, deren Muskulatur durch eine Erkrankung geschwächt wurde.

Im Bereich Wasserstoff hat Honda in Kalifornien bereits einige Tankstellen eröffnet, die den Wasserstoff umweltfreundlich über Solarenergie produzieren. Der Wirkungsrad liegt derzeit zwischen 52 und 66%. Auch Honda ist bewusst, dass der Transport und der Aufbau der Infrastruktur des Wasserstoffs das größte Problem darstellen. Aus diesem Grund geht man bei Honda den Weg den Wasserstoff selbst im eigenen Heim herzustellen. Hierfür wird derzeit die Home Energy Station ecoPOWER IV erprobt. Dieser Ansatz ist für Pendler geeignet, die ihren Wagen daheim wieder aufladen können. Für längere Strecken ist dieses Konzept unbrauchbar, da zumindest in deutschsprachigen Raum zu wenige Haushalte eine wasserstoffproduzierende Kraft-Wärme-Kopplung Anlage besitzen. Und selbst wenn man einen Haushalt finden würde, dann wären Preis und Öffnungszeiten,… ungeklärt. Auch für Stadtbewohner ist dieser Ansatz tendenziell ungeeignet, da man in seiner Wohnung wahrscheinlich kein KWK-Kraftwerk aufstellen will. Interessanterweise kann man die Wasserstofffahrzeuge von Honda derzeit auch nur Leasen.

Die Fahrzeistungen des neuen Wasserstoff Toyota orientieren sich sehr stark an denen des Honda Clarity. Mit einer Reichweite von ca. 600 km ist das Fahrzeug den aktuellen Elektroautos weit überlegen.


Bei allen Sympathien für Honda scheint es derzeit so zu sein, als ob Toyota mit seinem Konzept den Wasserstoff und den Plugin im Auto selbst zu produzieren das einzige schlüssige Konzept besitzt, um den Massenmarkt zu erobern (siehe Artikel).